Solarsilizium ist wichtigster Rohstoff für die Solarindustrie
Hyperreiner polykristalliner
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| Foto: Warut Roonguthai |
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Derzeit wird das Wachstum der Solarindustrie noch durch knappe Rohstoffkapazitäten begrenzt. Die Joint Solar Silicon GmbH & Co. KG (JSSI), Freiberg, feierte heute Richtfest beim Bau ihrer neuen Solarsilizium-Anlage, die im kommenden Jahr mit einer Jahreskapazität von zunächst 850 Tonnen Solarsilizium die Produktion aufnehmen wird.
“Und das mit einer deutlich besseren Energiebilanz durch ein neuartiges Produktionsverfahren,” unterstrich Dr. Alfred Oberholz, RAG-Vorstand und Degussa-Geschäftsführer. “Gegenüber anderen Verfahren benötigen wir lediglich zehn Prozent der bisher eingesetzten Energien.”
“Mit der JSSI bauen wir unsere Aktivitäten in der Rohstoffversorgung konsequent aus”, sagte Dipl. Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. “Wir fertigen aus Solarsilizium hauchdünne Wafer, die weiter zu Solarzellen und Solarmodulen verarbeitet werden.”
In der anhaltenden internationalen Nachfrage für Solarstromprodukte sehen Degussa und SolarWorld gute Chancen für die neue Technologie. Sie wurde von JSSI in Zusammenarbeit mit führenden Universitäten entwickelt.
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Bei dem Verfahren verwandelt zunächst Degussa in Rheinfelden Trichlorsilan in das Zwischenprodukt Monosilan. Daraus stellt die neue Verbundanlage im nächsten Schritt künftig polykristallines Solarsilizium her.
In das Werk wurde ein zweistelliger Millionenbetrag investiert, 40 Menschen werden dort arbeiten. Das Bundesumweltministerium fördert die weitere Verbesserung des Produktionsprozesses mit rund 1,7 Millionen Euro.
“Erneuerbare Energien und insbesondere die Solarenergie werden immer wichtiger. Ich bin überzeugt, dass wir erst am Anfang einer überaus erfolgreichen Technik- und Marktentwicklung in diesem Bereich stehen“, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller.
Der Inlandsumsatz erneuerbarer Energien hat sich im Jahr 2007 auf rund 25 Milliarden Euro gesteigert. Im vergangenen Jahr haben die erneuerbaren Energien etwa 14,2 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt, damit alle Zielsetzungen und Prognosen übertroffen. Insgesamt wurden 2007 rund 115 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien verbunden ist auch ein deutlicher Beschäftigungszuwachs. Gegenüber 2004 sind 90.000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Insgesamt sind mittlerweile etwa 250.000 Menschen im Bereich erneuerbarer Energien beschäftigt.
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