Produktionskapazität für Holzpellets wächst: 2,6 Mio. Tonnen

Brenteller Unterschubfeuerung

Brenteller Unterschubfeuerung
im Inneren eines Pellet-Ofens

Foto: H. Raab
GNU Free Documentation License

In Deutschland gibt es immer mehr Hersteller für Holzpellets. Nach aktuellen Erhebungen der Solar Promotion GmbH produzieren in diesem Jahr 48 Unternehmen an 55 Standorten den modernen Brennstoff Holzpellets.

Die Produktionskapazität aller Werke beträgt insgesamt 2,6 Millionen Tonnen pro Jahr. Im vergangenen Jahr lag die Kapazität noch bei 2 Millionen Tonnen.

Schätzungen der Pelletshersteller zufolge werden in diesem Jahr rund 2,2 Millionen Tonnen Holzpellets produziert, doppelt so viele wie im Jahr 2007.

Pelletsproduktion in Deutschland

Mehr zum Thema Energie
Ölplattformen: Greenpeace - Ölplattformen belasten Nordsee immer stärker
Windenergie: Erste Windkraftanlage für Offshore-Windpark aufgestellt
Holzpellets: Holzpellets - Alternative zu steigenden Ölpreisen
Erdgasauto: Mit dem Erdgasauto mehr als 50 Prozent Kosten sparen

Die größten Produktionsstätten besitzen Fertigungsmaschinen zur Herstellung von mehr als 100.000 Tonnen Holzpellets pro Jahr. “Vor wenigen Jahren war dies noch die gesamte Herstellungsmenge von allen Produzenten zusammengenommen”, betont Barbara Pilz, Projektleiterin des 8. Industrieforum Pellets.

“Diese Zahlen spiegeln den Ausbau der Kapazitäten, den die Pelletshersteller im vergangenen Jahr betrieben haben, deutlich wider”, sagt Barbara Pilz von der Solar Promotion GmbH. “Neue Unternehmen sind in den Pelletsmarkt eingetreten, bestehende haben ihre Kapazitäten erweitert, so dass die Brennstoffversorgung für den Verbraucher gesichert ist”, so Pilz weiter.

2,6 Millionen Tonnen Holzpellets

Produktionskapazität wächst: 2,6 Millionen Tonnen Holzpellets in Deutschland

Foto: Solar Promotion GmbH - © Solar Promotion GmbH

dcic.breisen

 

Die heute verfügbare Produktionskapazität von 2,6 Millionen Tonnen Holzpellets könnte bundesweit über 400.000 Häuser versorgen. Bei einer angenommenen Verbrauchsmenge von sechs Tonnen pro Gebäude also viermal so viel Pelletsheizungen, als dieses Jahr laut Schätzungen des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes e.V. insgesamt vorhanden sein werden. Vor allem Werke mit Produktionsleistungen zwischen 20.000 Tonnen und 50.000 Tonnen, deren Hauptabsatzmarkt der regionale Vertrieb ist, haben jüngst ihren Betrieb aufgenommen.

“Ein Ende des Kapazitätsausbaus ist insgesamt noch nicht abzusehen”, sagt Barbara Pilz. In den nächsten beiden Jahren werden voraussichtlich weitere 13 Standorte von 11 Holzpelletsproduzenten in Betrieb gehen. Mit deren geplanten Kapazitäten von über 700.000 Tonnen pro Jahr könnten weitere 100.000 Pelletsheizungen in Haushalten versorgt werden.

Die Rohstoffbasis zur Herstellung von Holzpellets hat sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren kaum verändert. Die meisten Pelletsproduzenten beziehen ihren Rohstoff in Form von Sägemehl oder -spänen, die als Nebenprodukte der Sägewerke anfallen. Neue Rohstoffquellen sind indes im Kommen: Waldrestholz wie schwache Äste und Baumkronen oder aktuell auch Kurzumtriebsholz aus schnell wachsenden Weiden werden in den kommenden Jahren zur Rohstoffverfügbarkeit beitragen.

Webhinweis:

Wikipedia - Holzpellet

Kommentare

Schreibe einen Kommentar