Offshore-Windpark alpha ventus steht vor dem Baubeginn
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Bauflotte in Wilhelmshaven |
| Foto: Multibrid, 2008 |
| © Stiftung Offshore Windenegie/ |
Ein geeignetes Wetterfenster von etwa vier Tagen mit ruhiger See ist die Voraussetzung für den Baubeginn von alpha ventus. Der erste deutsche Offshore-Windpark entsteht 45 Kilometer nördlich von Borkum.
Die Bauflotte hat sich in Wilhelmshaven versammelt. Sobald die Wetterbedingungen stimmen, verlässt sie Wilhelmshaven mit Zielkurs alpha ventus.
Die ersten sechs der insgesamt zwölf Windenergieanlagen, die von Multibrid geliefert werden, werden mit einem “Tripod” (Dreifuß) als Gründungstruktur auf dem Meeresgrund verankert.
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Eine spezielle Hubplattform (auch: „Jack-up“-Barge) bildet dann den Arbeitsplatz auf See. Schwimmend wird diese zunächst an die exakt per „Global Positioning System“ (GPS) vermessene Position im Windpark gebracht. „Hochgejackt“ steht die Plattform später mit vier bis sechs Hubbeinen fest auf dem Meeresgrund und beherbergt etwa 10 Meter über dem Wasserspiegel eine Arbeitsplattform mit Schwerlastkran. Von hier wird jede Anlage Schritt für Schritt errichtet.

Ankunft der Tripods in Wilhelmshaven, 2.8.2008
Foto: Stiftung Offshore Windenergie - © Stiftung Offshore Windenergie/Multibrid, 2008
Zunächst wird die Gründungsstruktur platziert und dann mit einer Ramme verankert. Die drei Beine der Tripods, die bei den sechs Anlagen von Multibrid zum Einsatz kommen, werden dazu einzeln jeweils mit einem etwa 40 Meter langen Pfahl („Pile“) am Meeresgrund „festgenagelt“, austariert und dann mit Beton vergossen. Das untere Turmsegment wird über einen Stahlflansch mit der Unterstruktur verbunden und die weiteren Segmente nacheinander auf die Gründung aufgesetzt und miteinander verbunden. Insgesamt besteht der Turm aus drei Teilen. Schließlich wird die Gondel aufgesetzt und der Rotor montiert.
Für Offshore-Windparks stellen sich besondere Herausforderungen:
- Offshore-Anlagen müssen im Vergleich zu Landanlagen größer sein, um die Zusatzkosten für Gründung und Netzanbindung auszugleichen.
- Die klassischen Offshore-Gründungstechnologien aus dem Bereich Erdöl- und Erdgasförderung müssen mit der Windtechnologie verknüpft werden.
- Offshore-Anlagen müssen sehr zuverlässig sein. Die Zuverlässigkeit der Offshore-Windkraftanlagen hat entscheidende Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit eines Windparks. Wartung und Reparatur sind auf See sehr stark von den Wetterbedingungen abhängig.
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