alpha ventus Start - Bauflotte hat Wilhelmshaven verlassen
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Tripods für alpha ventus |
| Foto: Multibrid, 2008 |
| © Stiftung Offshore Windenegie |
Die Bauflotte für den ersten deutschen Offshore-Windpark alpha ventus hat Wilhelmshaven am Freitag mit Zielkurs alpha ventus verlassen. Die Wetterbedingungen stimmen, ein geeignetes Wetterfenster von etwa vier Tagen mit entsprechend ruhiger See ist vorhergesagt.
Der erste deutsche Offshore-Windpark alpha ventus liegt ca. 45 km nördlich der Insel Borkum im Bereich der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Bundesrepublik Deutschland.
Mitgeführt werden die ersten drei Tripods (Dreifüße), die als Gründungstruktur auf dem Meeresgrund in rund 30 Metern Wassertiefe verankert werden. Um die dreieckige Standfläche eines Tripod von 255 m2 zu umspannen, benötigt man 56 Männer. Die Windkraftanlagen werden als Einzelkomponenten an Land vorproduziert. Die Montage von Gondel, Rotorblättern, Turmsegmenten und Gründungsstruktur zur kompletten Windenergieanlage erfolgt schließlich auf See.
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Der Offshore-Windpark alpha ventus ist ein gemeinsames Pionierprojekt der Unternehmen E.ON Climate & Renewables, EWE und Vattenfall Europe New Energy. alpha ventus ist der erste deutsche Windpark, der auf hoher See unter echten Offshore-Bedingungen errichtet wird.
Mit Konstruktion, Bau, Betrieb und Netzintegration des Forschungsprojekts alpha ventus als Testfeld werden grundlegende Erfahrungen im Hinblick auf die zukünftige kommerzielle Nutzung von Offshore-Windparks gesammelt.
Errichtet werden sechs Windenergieanlagen (WEA) vom Typ Multibrid M5000, sechs Anlagen vom Typ REpower 5M und ein Offshore-Umspannwerk am südöstlichen Eckpunkt des Windparks.

Lageplan alpha ventus
© alpha ventus Pressebild
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An Land wird in Norden-Norddeich eine Betriebsleitstelle zur Überwachung der Windenergieanlagen eingerichtet. Die Einspeisung in das deutsche Stromnetz wird vom Übertragungsnetzbetreiber E.ON Netz GmbH (Bayreuth) sichergestellt.
Das Investitionsvolumen beläuft sich insgesamt auf rund 180 Millionen Euro.

Blick nach Südwesten von FINO 1 aus
© alpha ventus Pressebild
Seit 2003 liefert die 400 Meter vom Windpark entfernt positionierte Forschungsplattform FINO 1 detaillierte Wetterdaten über den Standort von alpha ventus. Diese Daten bilden die Grundlage für die Ertragsprognosen.
Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit am Standort beträgt 10 Meter pro Sekunde (m/s), dies entspricht Windstärke 5. Die Planer rechnen mit etwa 3800 Vollbetriebsstunden im Jahr. Gute Standorte an Land liefern etwa 5 m/s und 2200-2500 Vollbetriebsstunden. Die vorherrschende Windrichtung ist 210-240° (Südwesten).
Der Wellengang kann eine Höhe von bis zu 16 Metern erreichen, im Schnitt beträgt er aber zumindest 6-8 Meter, Hauptwellenrichtung ist 330° (Nordwesten).
Nachtrag - Stand 24. August 2008
Die Bauflotte, die die 700 Tonnen schweren Fundamente der Windenergieanlagen für den Windpark alpha ventus in 30 Meter Wassertiefe installiert, liegt im niederländischen Eemshaven.
Die Schiffe hatten sich im Baufeld versammelt und entsprechende Bauvorbereitungen waren eingeleitet worden. Am Sonntag hatten sich die Wetterbedingungen allerdings verschlechtert, Wellenhöhen deutlich über einem Meter verhinderten die Installationsarbeiten. Das niederländische Eemshaven musste angelaufen werden.
Die Wetterberichte werden nun laufend mit dem Ziel geprüft, ein neues Wetterfenster von 3-4 Tagen für das Setzen der Fundamente zu finden.
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